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Das Interesse der Psychoanalytiker konzentrierte sich in jüngster Zeit vorwegend auf die Anwendungen der Psychoanalyse jenseits des Gebiets der Psychoneurosen; die Diskussionen auf unseren internationalen und regionalen Tagungen gingen meistens um Fragen des “wachsenden Anwendungsbereichs der Psychoanalyse”, um einen Ausdruck unseres dahingegangenen Freundes Ernst Kris zu gebrauchen. Unsere Operationsbasis liegt natürlich weiter auf dem Gebiet, auf dem die Psychoanalyse zuerst entstanden ist, für das sie geschaffen wurde und mit dem wir doch noch immer am besten vertraut sind, d. h. in der Neurosenlehre.
Von den Psychoneurosen wissen wir vor allem, daß sie Erkrankungen sind, nach den subjektiven und objektiven Kriterien des Krankseins; die mit einer Neurose Behafteten leiden und die Neurose behindert ihre psychischen Funktionen und vermindert damit die Neurose behindert ihre psychischen Funktionen und vermindert damit die Chancen des Individuums, im Daseinskampf zu bestehen. Der letztere Umstand wird in Zeiten des Wohlstands, wenn es auch den Behinderten und Besch digten wohl ergeht, leicht übersehen, wird aber in harten Zeiten sofort offenbar.
Ferner verstehen wir die Psychodynamik der Neurosen; wir wissen, sie Ferner verstehen wir die Psychodynamik der Neurosen; wir wissen, sie entstehen aus inneren Konflikten, die weder zugunsten der einen noch der anderen der widerstreitenden Tendenzen durch einen wirklichen Kompromiß gelöst, sondern durch Verdrängung (oder durch einen Prozeß, an dem Verdrängung beteiligt ist) unter die Oberfläche getrieben wurden, und durch die Wiederkehr des so Verdrängten in enstellter Form.
Schließlich wissen wir, daß die psychoanalytische Behandlung, die die Verdrängungen rückgängig macht und das verdrängte Material ins Bewußtsein