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Der Aufgabestellung nach ist dieses Symposion in gerader Linie mit einem früheren Kongreß-Symposion über “Ich-Stärke und Ich-Schwäche” verwandt; damals gelangten wir zu unbefriedigenden und sogar verwirrenden Schlußfolgerungen, und ich fürchte, es wird uns diesmal nicht anders gehen. Auch die Gründe, warum das so ist, werden die gleichen sein wie seinerzeit, nämlich daß die allgemeinen beschreibenden Begriffe wie “Ich-Stärke”, “Ich-Schwäche”, “Deformierung”, “Entstellung”, “Einschränkung”, “Verarmung”, “Abweichung” oder “Unreife” noch immer nicht wisenschaftlich exakt zu fassen sind und auch kaum eine solche wissenschaftliche Bedeutung verdienen, wie sie z. B. der Begriff “Verdrängung” bekommen hat. Wenn man von Ich-Deformierung spricht, so meint man damit einfach, daß der seelische Apparat in seinen Funktionen gestört ist, und wir können erst etwas Vernünftiges unternehmen, wenn wir genau festgestellt haben, welcher Teil oder welche Schicht des Ich gestört ist, wie, wann und warum, und mit welchen anderen seelischen Reaktionen diese Ich-Störung verknüpft ist. Klinisch, ätiologisch und metapsychologisch betrachtet, ist der Begriff der Ich-Deformierung also mehr denn nutzlos, er ist geradezu irreführend. In der Sprechstunde nützt er uns nichts (da ist es wichtig, genau festzustellen, ob die Funktion des seelischen Apparates so gestört ist, daß sich die Empfehlung einer Behandlung rechtfertigt); auf die mitspielenden ätiologischen Faktoren gibt er keinerlei Hinweise; und metapsychologisch betrachtet, erschwert er durch seine Unklarheit noch das ohnehin komplizierte Problem der Klassifizierung seelischer Störungen. Denn die Klassifizierung hängt schließlich von unserer Fähigkeit und Bereitschaft ab, solche metapsychologische Kriterien an die klinischen Daten anzulegen, die detailliert und systematisch genug sind, um unseren diagnostischen, prognostischen und therapeutischen Bedürfnissen zu entsprechen.
So illustriert die Aufgabestellung dieses unseres Symposions denn au