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Ein charakteristisches Merkmal der Schizophrenie ist die Störung der Symbolfunktion, die paralogische Form des Denkens und der Kommunikation des Patienten, die seine innere Repräsentanz der Realität verändert. Wir vertreten die Auffassung, daß der schizophrene Patient einer unerträglichen, nicht mehr zu bewältigenden Welt entflieht, indem er versucht, mit seinen unlösbaren Konflikten auf dem Wege der imaginativen Entstellung der Realitätssymbolik fertig zu werden. Solche internalisierten Manöver verlangen weder ein Handeln noch eine Anpassung an andere Personen noch eine Beeinflussung der Haltungen anderer. Der Patient kann die Souveränität wieder erlangen, die er in seiner Kindheit einmal besessen hatte, als seine Realität noch nicht fest strukturiert war und sich noch der Macht seiner Wünsche beugte. Es ist ein verlockender Weg, denn er macht unabhängig. Es ist aber auch ein bitterer Weg, denn er führt in die Isolierung.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit diesem charakteristischen Merkmal der Schizophrenie. Viele andere Aspekte der in Kindheit und Adoleszenz von schizophrenen Patienten wirksamen Entwicklungskräfte müssen hier unberücksichtigt bleiben, auch wenn sie sich nur künstlich von den Kräften trennen lassen, die die Geistestätigkeit entstellen.
Die pathologische Veränderung der Geistestätigkeit, das eigentliche Problem der Schizophrenie, ist in neuerer Zeit verhältnismäßig vernachlässigt worden, weil sich das Hauptinteresse auf die “borderline cases”, die “pseudoneurotische Schizophrenie” und auf Ähnlichkeiten der psychopathologischen Grundprozesse bei manchen psychosomatischen Krankheiten und der Schizophrenie gerichtet hat. Patienten, die an solchen Krankheiten leiden, sind nicht eindeutig schizophren, da sie genügend integriert bleiben, um eine Übereinstimmung zwischen ihrem eigenen und dem Denken anderer aufrechtzuerhalten, so daß eine effektive soziale Kommunikation möglich bleibt. Sie sind potentiell psychotisch, und wenn ihre Kommunikation ver