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Unter den sechzehn schizophrenen Patienten in ihren Familien, die während der vergangenen fünf Jahre Gegenstand einer eingehenden Untersuchung waren, befand sich ein junger männlicher Patient, der ein eineiiger Zwilling war. Die gründliche Überprüfung dieses Falles, die in erster Linie als Teil einer Forschungsaufgabe über die Familien-Umwelt schizophrener Patienten ausgeführt wurde, bot eine einzigartige Gelegenheit zum Studium erstens einiger Probleme der Ich-Entwicklung bei Zwillingen, zweitens der Wirkung der spezifischen Familien-Dynamik auf die Bildung von Ahnlichkeiten und Verschiedenheiten in Persönlichkeit und Pathologie der Zwillinge, und schließlich die Herausarbeitung einiger besonderer Bedingungen in der Familie, die von spezifischer Bedeutung für die Entwicklung der Schizophrenic sein können. Wenn man für die Erforschung der Entstehung der Schizophrenic Zwillingsstudien heranziehen will, so ist es notwendig, daß man die dynamischen Probleme von Zwillingen berück-sichtigt und versteht, da sich Ich-Entwicklung und Ich-Struktur bei Zwillingen erheblich von denen bei Nicht-Zwillingen unterscheiden dürften. Diese Probleme sind schon für sich genommen für die Erforschung der menschlichen Integration ergiebig, und es soil versucht werden, sowohl dar-auf als auch auf die Entstehung der Schizophrenic ein Licht zu werfen. Diese Arbeit befaßt sich nicht mit der Aufgabe der Differenzierung zwischen genetischen und umweltbedingten Ursachen der Schizophrenie, während sich die meisten bisherigen psychopathologischen Studien über einund zweieiige Zwillinge auf diese Fragestellung beziehen (82, 85). Von diesen ist Kallmans Arbeit am bedeutendsten (54). Seiner Ansicht nach bildet der hohe Übereinstimmungsgrad — 86% bei eineiigen Zwillingen im Gegensatz zu nur 16% bei zweieiigen — einen unwiderleglichen Beweis für die Wirkung eines starken genetischen Faktors bei der Entstehung der Schizophrenic (52). Dieses Ergebnis ist in der Tat sehr eindrucksvoll, insbesondere wenn m