You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Im Verlauf unserer Untersuchungen über die Familienumwelt schizophrener Patienten sind wir in steigendem Maße auf die Notwendigkeit einer ständigen Uberprüfung der Wechselbeziehungen zwischen dem Klinikpersonal und den Familien der Patienten aufmerksam geworden. LäßUt man diese Beziehung unbeachtet, so können sich Die Einstellungen der Familie gegenüber der Klinik oder die der Klinik gegenüber den Familien auf den Patienten schüdigend oder sogar katastrophal auswirken. Wir geben hier nur einen vorlaufigen Bericht über einige der vielen wichtigen Probleme, die zwischen Klinik und Familie entstehen können1.
Die Klinik als soziales System ist in den letzten Jahren wiederholt kritisch untersucht worden, wobei die Auswirkung von Einstellungen und Dishsharmonien des Personals auf die Patienten besonders berücksichtigt wurden. Während Simmons und Wolff die soziale Hierarchie in der Poliklinik untersuchten (84), gaben Caudill und Stainbrook (16), Jones (51), Stanton und Schwartz (90) und andere detaillierte Berichte über die Wechselwirkungen zwischen dem Team der psychiatrischen Klinik und den Patienten. Auch die Beziehungen zwischen dem Patienten und seiner Familie während seiner Hospitalisierung sind erörtert worden (23, 79, 92), aber es wurden nur wenig systematische Untersuchungen angestellt. Therapeutisch wurden Mutter von hospitalisierten Kindern von Szurek (92), Mütter von schizophrenen Patienten von Abrahams und Varon (3), und weiter auch Ehegatten der Patienten (13, 47) behandelt.
In vielen Kliniken wird die Sozialarbeit mit den Familien psychiatrischer und anderer Patienten mit unterschiedlicher Intensität routinemäßig ausgeführt (28, 93). Die Wechselbeziehungen zwischen dem Klinikpersonal und den Familien psychiatricher Patienten sind jedoch bisher fast gänzlich unbeachtet geblieben, obwohl allgemein bekannt ist, daß die Familien die therapeutischen Beziehungen zwischen Klinik und Patient behindern können und daß das, was zu Hause geschieht, den Patienten in der Kl