You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In früheren Veröffentlichungen habe ich die verschiedenen Seiten der komplizierten Beziehungen zwischen dem Ich als einem Gesamt organisierter Kräfte einerseits und den inneren, aus frühen Introjekten stammenden Bildern betrachtet.
Im Hinblick auf eine allgemeine Homöostase ist ein Idealzustand erreicht, wenn die wesentlichen Introjekte vollkommen im Ich assimiliert und integriert sind. Dieser Idealzustand wird jedoch fast niemals vorliegen wegen der intensiven ambivalenten Besetzung der ursprünglichen verinnerlichten Imagines. In seinem ständigen Kampf, das Unmögliche, nämlich die vollständige Integration, möglich zu machen, entwickelt das Ich dann die verschiedensten Reaktionsweisen.
Im Laufe dieser Kämpfe werden gewisse Ichsektoren, die sozusagen aus introjizierten Imagines bestehen, wieder externalisiert und gruppieren sich um wirkliche Personen. Zwischen diesen letzteren und dem Ich entwickeln sich Reaktionen, die Wiederholungen ursprünglicher Situationen zwischen dem frühkindlichen Ich und seinen hauptsächlichen Objekten darstellen.
Diese Parallelen konnten in der Analyse von Fällen mit Homosexualität, latenter und manifester Schizophrenie demonstriert werden (1). Ein Haupt-Ergebnis dieser Untersuchungen war die Beobachtung der Externalisierung verschiedener Aspekte des Selbst. Sie hatten sich mit verschiedenen Aspekten der ursprünglichen Objekte verbunden und wurden mit ihnen zugleich externalisiert, so daß z. B. bei dem Homosexuellen sich die Partner nicht nur als Ersatzfiguren für die Objekte Vater und Mutter, sondern auch als Substitute für das Selbst erwiesen.
Weitere Untersuchungen ergaben die Unzerstörbarkeit der ursprünglichen Imagines im Ich-Feld mancher Menschen. Aber die intensive Aggression, die ein von starker Ambivalenz überflutetes Ich gegen diese Objekte entwickelt—eine Ambivalenz, die sowohl primär als auch Ergebnis der Entmischung von Trieben ist—, zwingt das Ich zu verschiedenen Kampf-formen, die jedoch die Lage nicht grundlegend ändern können.