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Die Psychoanalyse hat den Sprechstörungen von jeher ihre Aufmerksamkeit gewidmet. Während sie in ihnen aber ursprünglich die Wirksamkeit einzelner bestimmter, “assoziationshemmender” oder -enthemmender Komplexe erblickte, versucht sie heute, aus der Sprechstörung Hinweise zu bekommen auf die Art und Weise, wie die “Mitmenschlichkeit” selber abgewandelt, beziehungsweise gestört ist. Dieses Problem ist um vieles aktueller geworden, seit Therapien an Psychopathen und Schizophrenen gezeigt haben, welch große Rolle der sprachlichen Kommunikation sowohl für den mitmenschlichen Kontakt des Kindes als auch für den Beginn jeder Lernsituation zukommt.
Im Folgenden werden wir uns nicht mit schizophrenen Sprechstörungen, sondern mit den uns für die normale Sprechentwicklung des Kindes konstitutiv erscheinenden “Sprechweisen” beschäftigen, die, nach dem Wort Heideggers: “Die Sprache ist das Haus des Seins”, dazu berufen sind, seine persönliche und sachliche Mitwelt und Umwelt zu erschließen, mit den diesen Sprechweisen zugehörigen menschlichen Kommunikationsarten. Wir folgen dabei der phänomenologischen Forschungsrichtung, die sich stets von der Sprache als dem Leitfaden, der Explikation einzelner Daseinsweisen leiten ließ, wie z. B. L. Binswanger 1933 in seiner Studie über Ideenflucht oder kürzlich Häfner, der in der Verdeckung und dem Überspringen des Tatbestandes ein charakteristisches psychopathisches sprachliches Verhalten aufweisen konnte.
Die Sprache ist als Ganzes ein Medium der Kommunikation, die wir bei aller Untersuchung einzelner Sprechweisen jeweils im Auge behalten wollen. Wenn diese Kommunikation zwischen Eltern und Kind gestört ist, kann es zu Einschränkungen der kindlichen Sprache auf einzelne, objektiv in der