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Diese Freiherrn von Gebsattel zum 75. Geburtstag gewidmete, von ihm mit einem Geleitwort versehene Arbeit erscheint nicht zufällig im Rahmen der von V. v. Weizsäcker begründeten Schriftenreihe. Der Autor will seine Untersuchung als Beitrag zu der vor allem durch seine beiden Lehrer v. Weizsäcker und v. Gebsattel repräsentierten “anthropologischen” Medizin gewertet
wissen, deren Anliegen nach seinen eigenen Worten wohl am besten in dem Satz ausgedrückt werden könne, “sie bemühe sich weniger um Krankheitserscheinungen am Menschen als vielmehr um den Menschen in seiner Krankheit”. In diesem Sinne verdeutlicht er an Hand reicher Kasuistik einen Neurosebegriff, der über die Auffassungen der “klassischen”, d. h. vorwiegend von der naturwissenschaftlich orientierten Medizin herkommenden psychotherapeutischen Schulen hinausweist. Damit ist gesagt, daß er herkömmliche und bewährte wissenschaftliche Konzeptionen keineswegs niederzureißen, vielmehr durch neue Aspekte zu ergänzen und zu vervollständigen bestrebt ist. Dies betont schon v. Gebsattel in seinem Geleitwort, wenn er u. a. sagt: “Ohne sich von der seit Freud immer neu verscuhten Methode ganz loszusagen, welche die genetische Betrachtung der Triebentwicklung zum Anlaß nimmt, in diese genetische Sicht die Ansatzstellen für neurotische Bildungen einzubauen, vermeidet der Verfasser doch, auf Grund seiner personalistischen Grundkonzeption, in diesen Gebietn die fatalen anthropologischen Konsequenzen der alten biologistischen Konsequenzen der alten biologistischen Trieblehren.” Besonders treffend verdeutlicht der Verfasser selbst seine Grundeinstellung zum Neuroseproblem in der Schlußbetrachtung seiner Arbeit, in der er u. a. folgendes ausführt: “Speer z. B. Definiert an Schneider anschließend: ‘Neurose ist Folge einer Störung der Erlebnisverarbeitung’. Schultz … bezeichnet die Neurosen als ‘a- oder antibionome erworbene organismische Fehlhaltungen seelischer Bedingtheit’. Beside Definitionen, an die weitere von Freud, Sc