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Die Autorin hat nach dem Krieg als eine der ersten Sozialarbeiterinnen die durch die Deutschen Institute für Psychotherpie vermittelte Psychagoginnenausbildung durchlaufen und im Anschluß daran auch die amerkanischen Casework-Methoden studiert. Ihr Buch ist ein lebendiges Zeugnis für die auf so breite Basis gewonnene Vertiefung und Bereicherung der Sozialarbeit; in ihm sind deutsche Grüdlichkeit und Systematik einerseits, Lebensnähe und praktischer Sinn der amerkanischen Mentalität andererseits eine glückliche Verbindung eingegangen. Hier finden wir nicht nur speziell für die fürsorgerische Einzelfallhilfe, sondern darüber hinaus für den Gesamtbereich der Psychagogik eine Fülle wertvoller Anregungen.
Ein stich wortartiger Überblich über die Konzeption des Buches mag dessen wohldurchdachten Aufbau und vielseitigen Inhalt erkennen lassen. Im ersten Hauptabschnitt umschreibt die Verf. den Casework-Begriff und grenzt das Besondere der Casework-Methode gegenüber verwandten. Methoden ab. Der zweite Hauptabschnitt trägt die Überschrift: “Theoretische Grundlagen”. In ihm werden die (tiefen-)psychologischen Grunderkenntnisse und Grundbegriff dargestellt, die das wissenschaftliche Fundament und Rüstzeug der Casework-Arbeit bilden. Der Abschnitt ist in einzelne Problemkreise aufgegliedert, in denen die emotionalen Grundbedürfnisse des Menschen, unbewußte Hintergründe von Verhaltensweisen, die Bedeutung der Ambivalenz im Gefühlsleben des Menschen, die Fragenkomplexe der Identifizierung, der Ichfindung, der Überich-und Gewissensbildung, der Realitätsanpassung und Selbstbehauptung sowie der seelischen Abwehrmechanismen (Verdrängung, Kompensation, Regression, Projektion und Sublmimierung) in enger Anlehnung an das Syster der “dynamischen Psychologie” erörtert werden. Der dritte Hauptabschnitt bietet eine systematische Einführung in die Praxis der Einzelfallhife. Unter dem Generalthema: “Praktische Hilfe für Sozialarbeiter und Klient” werden zunächst die Wesensgesetze der helfenden