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Das Internationale Seminar für Familienforchung vereinte 1954 unter der Aegide des Unesco-Institutes für Sozialwissenschaften in Köln, das gegenwärtig zugunsten der Institute in Hamburg und München in Auflösung begriffen ist, 13 Soziologen aus verschiedenen Ländern zu einer ersten Diskussion über die “Stellung der Familie im sozialen Wandel”. Es habenm unterdessen vier solcher Familien-Seminare stattgefunden; die Referate der ersten drei sind in Buchform veröffentlicht. Der vorliegende Band bringt die ausgearbeiteten Voten des ersten Seminars. W. F. Ogburn, Chicago, weist in seinem Referate die Richtung, E. W. Burgess, chicago, faßdie Ergebnisse am Ende zusammen.
Vier wesentliche Punkte ergeben sich aus den Forschungsbeiträgen, die auch für den Psychothrapeuten wert sind, zur Kenntnis genommen zu werden:
Hereditäre, familiäre Faktoren, so wie sie sich aus der “Stammbaumanalyse” nach Szondi ergeben.
Die Kindheitsentwicklung und die ersten Objektbeziehungen.
Die Einflüsse der kulturellen Faktoren und sozialen Meinungen.
Diese Ergänzungsreihe exemplifiziert der Verf. an der ausführlichen Darstellung einer analytischen Krankengeschichte eines 27 jährigen Patienten, bei dem er zunächst in einer Stammbaumanalyse (79 Personen) die genotropen Objektfaktoren entwickelt, um sie später in ihren verschiedenen Verknüpfungen und Beziehungen zu den anderen Wirkfaktoren, so wie sie durch die Kindheitsentwicklung und die sozialen Einflüsse gegeben sind, bei der partnerwahl nachzuweisen.
Diese Arbeit bietet mit ihren vielen Literaturhinweisen und ausführlichen Darstellungen der “Schicksalsanalyse” eine gute Illustration zu der von L. Szondi entwickelten Triebpsychologie.