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Verf. betont die Notwendigkeit einer Anthropologie des Kindes, die über eine reie phasenbeschreibende Entwicklungspsychologid hinaus die innere Dynamik des Reifungsprozesses in der ständigen Auseinandersetzung des Gebens und Nehmens mit der Umwelt zu erfassen sucht.
Jedes Kind verwirklicht seine ureigensten Möglichkeitne, wobei es keine Norm der Entwicklungsphasen für das Individuum gibt. So prägt Verf. in seinen anregenden Phänomenologischen Betrachtungen über die Reifung des Kindes das Wort von der “Entdekungsfahrt der menschlichen Entwickloung”. Die von Anbeginn erlebte Ambivalenz de “Einssein mit der Welt” und “Anderssein als die Welt” verlockt zur Explorationmit Hilfe der Motorik, der Sprache und des Spieles, wobei der Erziehung die Aufgabe zukommt, die gewonnenen Erfahrungen zu systematisieren.
So Kreist alles Erleben des Kindes um das Ding, als zentrales Problem auf der Objektseite, wobei aber auch der Appell der Dinge an das Kind von Bedeutung ist.
In scharfer Ablihnung jeglichen Biologismus und Soziologismus, der die kinderpsychologischen Untersuchungen von Bühler, Gesell und Piaget einschließt, warnt Verf. mit Recht vor einer Überbewertung rationalisierender Testuntersuchungen: erst im Miterleben des Kindes, im Erkennen siner Einmaligkeit könne der Psychologe fruchtbar worken, andernfalls das Kind nur verstören.
Aus allen Zeilen des Buches spürt man den leidenschaftlichen Versuch eines tiefen Einfühlens in die einmalige Situation kindlichen Reifens, der trotz der subjektiven Tönung seiner Aussage doch neimals den Boden realer Gegebenheiten verläßt.