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Das hervorragende, 1953 erschienene Buch “Children of Diveroce” von Despert (vgl. den Despert-Test) liegt nun in einer qualifizierten französischen Übersetzung vor. Formal wendet sich Despert an den Laien, an Eltern, die selber in Scheidung begriffen sind. Mit künstlerischer Formbegabung, mutig, unbestechlich und überzeugend, an Hand von sorfählten Beispielen versucht Despert, die familiäre Konstellation in der gescheiterten Ehe, die jeweils einmalig-individuelle Lage des Kindes zu erfassen und den Eltern Wege zu weisen “à sauvegarder certaines mariages—ceux des enfants d'aujourd'hui dont les parents ont abouti à un àechec”. Doch trifft und feselt die Darlegung, die sich auf eine Untersuchung der Bedingungen einer “gesunden” menschlichen Entwicklung überhaupt ausweitet, den Fachman: den Juristen, Pädagogen, Psychotherapeuten, Fürsorger, und schenkt ihm neue, Erkenntnisse, die zu assimilieren eine Aufgabe der Zukunft sein wird. Daß sie in Amerika gewonnen sind, schmälert ihren Wert für uns nicht.
Der “divorce èmotionnel” stellt sich als die das Kind gefährdendste Situation heraus. Das kinliche Verhalten im divorce èmotionnel wie in der realen Scheidungssituation ist in der realen Scheidungssituation ist bestimmt durch die Angst, alleingelassen zu werden, die sich in mannigfachen Sumptomen äußen kann. Eine Welt zerbricht dem Kind, das für seine Selbstwerdung auf eine heile Welt angewiesen ist.
Die wesentlichste Hilfe ist die Wahrhaftigkeit des Erwachsenen sich selbst, dem Kind, der Gesamtsituation gegenüber. Die Gefährdung nimmt ab umgekehrt proportional zur Vogel-Strauß-Politik der Eltern. Um diese zu verhindern, braucht es unter Umständen die Hilfe eines Außenstehenden, der nicht immer ein Psychotherpeut sein muß. Die Atmosphäre ist wichtiger als die Worte. Das Kind muß erfahren: meine beiden Eltern sind fehlbare, schwache Menschen aber beide als solche liebenswert. Ungewohnt erfreuliche Erhellung errährt die Vater-Kind-Beziehung und ihre Bedeutung für das Kind.
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