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Als Frhr. von. Veltheim 1956 starb, hatte er die Berichte über seine Südasien-Reisen 1935 bis 1939 in zwei Büchern verarbeitet, einem über Nordund einem über Südindien. Die Berichte über Hinterindien, Java und Bali, die er hinterließ, sind nun von Gerhard Gebhardt behutsam bearbeitet und herausgegeben.
Schon Veltheim selbst hatte seine Reisebriefe auf den Stand der Forschung gebracht, die durch die Grabungen der letzten Jahrzehnte auf neue Grundlagen gestellt worden ist. Die Zusammenhänge zwischen den alten Hochkulturen der drie Überschwemmungsstromtäler Euphrat, Indus und Hoangho haben sich deutlicher herausgehoben, und dabei konnten Veltheims Fragen in ihrer Bedeutung nur bestätigt und mancherorts umfassender beantwortet werden. Diese richten sich vor allem auf die religiösen oder vorreligiösen Weltbilder und tasten sich dabei zu einer Seelengeschichte vor, die für Veltheim unter der Polarität von Matriarchtat und Patriarchat steht.
Unter Berufung auf Frobenius und Zimmer deuter er die Anlage und die Pagoden der alten birmanischen Königsstädte als kosmische Seinsbilder, den Borobudor auf Java als Meditationsbild, das den Weg zur Einweihung und Erlösung weist. Er sieht in allen Stufentürmen und -bergen Symbole der Weltachse, weist dabei auf Dantes Läuterungsberg und die Weltesche Yggdrasil hin und zieht ein japansiches Altarbild des 7. Jahrhunderts heran, dessen Weltendbaum uncer seinen Wurzeln eine von Drachen umwundene Pagode mit Götterbild birgt: nach Veltheim ein sysnthetisches Symbol der alle Sphären