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Verf. gibt zuerst eine kurze Beschreibung dessen, was dem praktizierenden Katholiken die Beichte etwa bedeutet und umschreibt dann die Situation und den Verlauf des psychoanalytischen Gespräches, um danach ausführlicher die Unterschiede dieser beiden Praktiken zu schildern und zu beurteilen. Im Anschluß daran setzt er sich mit der Frage auseinander, inwieweit es eine ärztliche Seelsorge gibt und ob den katholischen Psychotherapeuten eine besondere Weise des Vorgehens möglich ist.
Die grundlegende Differenz zwischen Beichte und Psychoanalyse liege darin, daß die Beichte ein bewußtes Auf-sich-Nehmen der Verantwortung zur Voraus-setzung hat, während dies geradezu als Ziel der Psychoanalyse bezeichnet werden kann (Verf. spricht von bewußter Auseinandersetzung mit dem Konflikt und Wiederherstellung eines inneren Gleichgewichts). Der Priester müsse daher in der Beichte wertend Stellung nehmen und sich an die geistig integrierte