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Der Autor will in dieser Arbeit Kategorien von Verhaltens- und Handlungsweisen der höheren Säugetiere seine besondere Aufmerksamkeit widmen, die, “obwohl objektgerichtet und zielstrebig, ja sogar sinnvoll, weder als instinkthaft noch als appetenzmäßig gelten können”, und dabei untersuchen, ob sie von bauplanmäßig vergleichbaren, bereits bekannten psychischen Funktionsweisen und Strukturelementen ausgehen können. Es wird gefragt, ob im Bauplan der tierlichen Psyche homologe Instanzen im Sinne der “mehr statischen” Systemstruktur: Es-Ich-Überich, bzw. homologe “Aktionsanlässe” im Sinne der “mehr dynamischen” Systemstruktur: Wiederholungsprinzip-Eros-Destrudo existieren.
Der Autor bringt interessante Beobachtungen an Hunden, an denen er den “vektoriellen Charakter objektgerichteten Handelns” demonstriert, z. B. sehr einleuchtend die Superposition mnemischer Vektoren. Nicht anschlie-ßen kann ich mich jedoch der Meinung des Verfassers (Seite 26), wonach sich führende zeitgenössische tierpsychologische und namentlich ethologische Schulen der Annahme widersetzten, daß im Tierreich homologe Strukturen zur “mnemischen Repräsentanz der Gefühle, Affekte, Emotionen usw.” des Menschen bestünden. O. Koeher sagt zwar: “Könnte ich auch nur für fünf Minuten Sügling oder Hund sein und gleichzeitig ich selbst bleiben, so wärtich wirklich ein Kinder- bzw. Tierpsychologe, ja der einzige seines Zeichens. Da solches nie geschehen wird, bleiben wir Verhaltensforscher, auch wenn wir wie Psychologen reden”. Im nächsten Absatz führt er jedoch unter den Lebensvorgängen, die “Tiere und Menschen, wenn auch stets artgemäß verschieden, so doch streng homologisierbar” gemeinsam hätten, unter anderem an: “7. die Affekte, die den Ablauf der jeweils stimmungsgerechten Instinkthandlung begleiten” (Vierteljahresschr. d. Naturforsch.-Ges. in Zürich, XCVIII, 1953, Seite 242 ff.). Die Ethologie leugnet nicht nur die tierische Affektivität nicht, sondern postuliert sogar etwas, was der Autor nach R. Meili ei