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Berlinger vereinigt in seinem neuen Buch drei Abhandlungen: “Der geschichtliche Augenblick”, “Die Schönheit als Prinzip der Kunst” und “Freiheit und Technik”, denen einleitend eine Erörterung der Frage nach der Freiheit vorausgeht. Das sie verbindende einheitsstiftende Moment läßt sich vielleicht als These formulieren, dergemäß der Mensch seine Existenz aus dem bloßen naturhaften Dasein in freiem Handeln hervorbringt, wobei dann Geschichte, Kunst und Technik “Werke” der Freiheit sind. So kann es hinsichtlich der Technik etwa heißen: “Der Anfang des technischen Schaffens ist die demiurgische Existenz des Menschen”. Das Buch—übrigens im Stil der Sprache wie in dem der Denkbewegung an den späteren Heidegger erinnernd—dokumentiert jene sich wieder ausbreitende Richtung des gegenwärtigen Philosophierens, die im deutschen Idealismus ihr großes Vorbild hat. Weder bei empirischen Einzelfakten noch an einem historischen Philosophem ansetzend, baut die reine Spekulation ein Gedan-kengefüge auf, von dem nie recht klar wird, ob es als in sich ruhende “Begriffscdichtung”—das Wort keineswegs im aschätzigen Sinne gemeint—verstanden werden will oder ob es außerdem noch auf davon unabhängig bestehende Sachverhalte (hier konkrete geschichtliche Geschehen, Kunstwerke, technische Einrichtungen usw.) verweist. Wie seit