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Verf. betont — um eine Darstellung des Wesens der Ungeschicklichkeit bemüht —, daß sie nicht über die Ursachen der Ungeschicklichkeit nachforschen wolle. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf psychoanalytische Forschungen. Einige Formen der Ungeschicklichkeit werden an Hand von sportlichen Leistungen und Unfällen im Verkehr sowie in der Industrie exemplifiziert. Hiervon abgesehen, enttäuschen die Ausführungen, nachdem eine sehr gelungene Einführung in die Problemstellung mehr versprochen hatte.
Verf. weist mit Recht darauf hin, daß die phänomenologische Erforschung eines Verhaltens nicht durch Erklärungen möglich ist, sondern “indem wir daran teilnehmen”. Die Beschreibung dieser Teilnahme bringt sie jedoch in Konflikt, da sie unweigerlich doch nach Gründen des ungeschickt Handelnden fragt und damit in psychologische Fragestellung gedrängt wird, die sie nicht beantworten kann, da sie ihnen auch gar nicht nachzugehen beabsichtigt. Hierbei fragt es sich, inwieweit die phänomenologischen Betrachtungen überhaupt in diese Schwierigkeiten führen müssen. Man bekommt den Eindruck, daß ohne weitgehende Bezugnahme auf die psychologischen Erkenntnisse hier nicht auszukommen ist. Nicht ganz verständlich bleibt daher auch ein Anhang über die psychologischen Aspekte der Arbeitsrentabilität in der Industrie, der wohl über das Thema hinausgeht. Die wesentliche Erkenntnis der Arbeit scheint, daß das menschliche Tun um so vollkommener ist, je echter (Verf. schreibt “je mehr”) sich der Mensch in einer Situation engagiert, und daß eine Tätigkeit ungeschickt wird, wenn der Mensch sich zu wenig oder zu viel für eine Sache einsetzt.