You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die tiefenpsy chologischen Erkenntnisse haben das Verhältnis zwischen dem theologischen und dem psychotherapeutischen Aspekt der Urprobleme beider Gebiete, Angst und Schuld, in ein neues Licht gerückt. Ein Nichtangriffspakt auf der Grundlage gegenseitigen Ignorierens ist keine einwandfreie Lösung, und es wädist das Bedürfnis, die Kompetenzen beider Bereiche abzugrenzen und ihre vielfachen Verschränkungen zu ordnen, auch auf die Gefahr hin, daß bei der Diskussion infolge der verschiedenen weltanschaulichen Haltungen eine allgemeingültige Klärung nicht erreich wird.—Wilhelm Bitter hat das Verdienst, immer wieder Theologen und Psychotherapeuten zu Aussprachen zusammenzuführen. In der hier vorliegenden 2. Aufl. des Berichts über die Stuttgarter Tagung vom Jahre 1952 kommen außer dem Herausgeber Bitter 4 Theologen, 2 protestantische und 2 katholische, und 8 Psychotherapeuten zu Wort (dazu ein Sprachwissenshaftler, Wandruszka, der interessante etymologische Zusammcnhänge bei dem Begriff der Angst herausstellt). Die grundsätzliche Verschiedenheit der Sicht des Theoiogen und des Psychotherapeuten wird durchweg von beiden Seiten betont, doch bemühen sich auch die