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Die frühen Psychoanalytiker Freud's scher Schule haben die Körperhaltungen und die Motilitat beinahe gänzlich vernachlässigt. Krapf mißt ihnen volle Bedeutung bei, sogar mehr noch, als die Schule Adlers. In diesem kurzen, lebendigen, klaren, geist- und gedankenreichen Buch, dessen Erstauflage noch vor dem Erscheinen der spanischen Übersetzung von J. H. Schultz' “Autogenem Training” (von Dr. Enrique Low Maus, Barcelona) herauskam, teilt nun Krapf nicht nur 10 kurze und bündige Kranken-geschichten mit; er bringt nicht nur das Wesentliche über die “progressive” (jedoch mehr periphere!) Entspannungs-therapie von Jacobson und über die “konzentrative (mehr zentrale!) Selbstent-spannung” von J. H. Schultz; er vervoll-ständigt diese Letztere recht sinnvoll und kommt zu einem gelungenen, auch theoretisch einleuchtenden Brückenschlag zwischen der psychoanalytischen Tiefenpsychotherapie und der Entspannungstherapie. Dabei kann er sich auf so “hohe Ahnen” wie Ferenczi und Fenichel berufen (vgl. dessen Beschreibung der organ-libidinösen Begleiterscheinungen der Triebabwehr, wie auch der “defensiven Muskelspannungen”), oder auf die Lehre W. Reichs, nach der die Muskelstarre die Grundlage zur fortgesetzten Verdrängung darstellt. Krapf ist überzeugt, daß es neben der “perzeptiven Verdrängung” auch noch einen motorischen Abwehr-mechanismus gibt, der dem Totstellreflex mancher Tiere nicht unähnlich und wohl primitiver und archaischer ist als jene. Auf Grund seiner älteren Studien über Bewegung und Emotion, wie über die psychologische Bedeutung der Oxygen-zufuhr beim Foetus kommt Krapf zum Ergebnis, daß es keine Muskelinnervation geben könne ohne psychische Komponenten, wie es auch keine psychische Spannung ohne Muskelspannung gibt (was übrigens bei zahlreichen Ermüdungserscheinungen klar zu beobachten ist und auch die sog. Neurasthenien zu erklären hilft!). Jegliches seelische Erlebnis wird on irgendeinem motorischenschen