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Mit der vorliegenden, breit angelegten Veröffentlichung aus der Universitäts-Poliklinik für Innere und Nervenkrankheiten, Jena, wollen die Verf. den Versuch machen, “noch bestehende Vorurteile gegen die psychotherapeutische Arbeit durch sachliche und reichhaltige Beweisführung” zu beseitigen und die “Notwendigkeit einer mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen fest verbundenen Psychotherapie” zu unterstreichen.
In systematischer Behandlung der Erkrankungen von Herz, Gefäßen, Kreislauf, Blut, Verdauungsorganen, Atmung, Nieren, Geschlechtsorganen, Bewegungsorganen, Haut, Nerven, Stoffwechsel usw. wird zunächst an Hand von 263 kurzgefaßten Krankengeschichten ein breites Panorama der in der internistischen und allgemeinärztlichen Praxis auftretenden Fälle gegeben, deren Auftreten mehr oder weniger stark durch psychische Faktoren bestimmt sein kann. So begegnet auch der nicht speziell psychotherapeutisch vorgebildete Arzt einer geläufigen Terminologie und einer Vielzahl eindrucksvoller Fälle. Erst im allgemeinen Teil wird er mit theoretischen Fragestellungen konfrontiert, während die Kapitel Diagnostik und Therapie wieder ausführlich auf die unmittelbare Praxis eingehen.
Zunächst einige allgemeine und statistische Angaben: Als Behandlungsmethoden stehen das autogene Training und die Suggestivtherapie an der Spitze der angewandten Verfahren, es folgen “rationale Psychotherapie (Durchsprache der Situation, der psychischen Einstellung und Haltung des Pat.), medikamentöse, Schlaf- und Milieutherapie, Gymnastik, Psychokatharsis und Protreptik. Die 4 zuerst genannten Verfahren werden