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In zahlreichen Ländern der Welt gibt es Zweige der International Parenthood Federation (Internationale Vereinigung für bewußte Elternschaft). Sie tritt, wie ihr Name schon sagt, für eine Geburtenkontrolle ein, um unerwünschte Schwangerschaften, Aborte, Überbevölkerung zu verhindern. In Ländern, deren vorherrschende Religion eine Geburtenkontrolle durch empfängnisverhütende Mittel verbietet, stößt sie auf erhebliche Widerstände, in anderen wiederum, wie z. B. Indien, in denen der jährliche Bevölkerungszuwachs ein kaum mehr zu bewältigendes Problem darstellt, wurden die Ziele dieser Vereinigung zum Regierungsprogramm erhoben. Das Ausmaß an Unwissenheit und Aberglauben dem Geschlechtlichen gegenüber ist auch heute noch größer, als manche ahnen und vermag die ehelichen und die familiären Beziehungen auf das schwerste zu belasten, ja oft sogar unmöglich zu machen. In England, wo die Vereinigung für bewußte Elternschaft auch von Kirche und Staat moralische Unterstützung bekommt, haben sich Frauenärztinnen, die in dieser. Vereinigung mitarbeiten, unter Leitung von Dr. Michael Balint zu wöchentlichen Seminaren zusammengefunden. Es zeigte sich, daß ihre ärztliche Arbeit mit den zahlreichen Frauen, die sie um Aufklärung und Hilfe baten, nur zu einem Teil darin bestand, diesen Frauen antikonzeptionelle Mittel zu geben und sie in deren Handhabung zu unterweisen. Vielmehr hatten viele Frauen mit tiefer reichenden Problemen zu kämpfen, wie etwa dem ihrer sexuellen Beziehung zum Ehemann überhaupt oder auch der offenbar häufig sehr schwierigen und spannungsreichen Beziehung zum eigenen Körper. Daß in Nöten wie den eben genannten eine die andere bedingt, wird den meisten psychologisch geschulten Ärzten eine Selbstverständlichkeit sein, wie auch die Tatsache, daß solche Störungen schon eine erhebliche Rolle bei der Wahl des Partners spielen. Nicht wenige Frauen z. B. litten an einem starken Vaginismus, der einen Vollzug der Ehe oft durch Jahre hindurch verhinderte. Dabei stellte sich