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Leser wie Referenten sehen gedruckten Kongreßberichten mit gemischten Gefühlen entgegen. Fügt man sich in die Grenzen des Erreichbaren, so ist der vorliegende Bericht nicht nur universal und komplett (so weit menschliche Arbeit jemals komplett sein kann), sondern auch weitgehend objektiv. Die Objektivität spiegelt sich besonders in der Rede Wilfried C. Hulses “Einheit oder Einigkeit in Gruppenpsychotherapie” wider, denn jeder, der auch nur ein bißchen mit den Kabalen und Intrigen der Gruppenpsychotherapeuten hinter den Kulissen vertraut ist, weiß, was der (wenn auch nur kurzlebige) Friede zwischen den beiden Protagonisten Moreno und Slavson gekostet hat.
Der Bericht enthält 63 Reden, fünf Berichte über die Arbeit einzelner Gruppen, einen Schluß- und einen offiziellen Bericht.
Da es selbst im Rahmen der detailliertesten Besprechung unmöglich (und auch unpraktisch) ist, selbst die Titel der 63 Artikel zu erwähnen, geschweige denn sie zu abstrahieren, können nur ein paar von ihnen erwähnt werden, soweit sie das besondere Interesse dieses Referenten gefunden haben. Abgesehen von den vielen theoretischen Aufsätzen, kann der praktische Arzt wie der experimentelle Psychologe z. B. lernen, wie Gruppenpsychotherapie erfolgreich bei Asthmatikern (B. Stokvis, dem ausgezeichneten Herausgeber dieses Berichtes), verbrecherischen Psychopathen (G. W. Arendsen), Schizophrenen und Neurotikern in derselben Gruppe (R. B. Bross), inneren Krankheiten (H. Freyberger), Diabetikern (A. Heffermann), Epileptikern (B. Kihn), Geburtsvorbereitung (K. H. Lukas), Fettsucht (M. Naumburg und J. Caldwell), Geschlechtsdegenerierten (E. M. Stern), und allgemeinen psychosomatischen Krankheiten (H. Suchanek-Fröhlich) angewandt werden kann. Die theoretischen Arbeiten befassen sich teils mit Morenos Soziometrie und Psychodrama und teils mit Slavsons psychoanalytischer Dynamik, wobei allerdings bei den Psychoanalytikern Slavson oft zu kurz kommt, da die verschiedenen Redner ihn nur selten zitieren, obwohl er