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Wenn der Durchschnittsamerikaner von Psychoanalyse sprach, so meinte er damit die ursprüngliche Freudsche Lehre. Die eigentlichen Häretiker C. G. Jung und Alfred Adler waren in Amerika nur sehr schwach vertreten.
Dieser Stand der Dinge hat nun seit kurzem eine interessante Veränderung erfahren, und zwar wider alles Erwarten weit mehr zugunsten der Adlerianer als der Jungianer. Hiervon legt das vorliegende Buch beredtes Zeugnis ab. Seine Mitarbeiter sind führende Therapeuten aus den drei großen Adler-Zentren Amerikas, die sich in New York, Chicago und Los Angeles befinden, wobei natürlich New York den Vogel abschießt. Das Werk erschien zum zehnjährigen Jubiläum des „Alfred Adler Consultation Center and Mental Hygiene Clinic” mit dem damit verbundenen „Alfred Adler Institute for Individual Psychology” in New York City. Es enthält 50 Aufsätze, die in 4 Hauptkapitel und einen Schluß-Essay eingeteilt sind. Sie behandeln „Philosophische Ideen“, „Theoretische Prinzipien“, „Psychotherapeutische Methoden“, „Kasuistik” und eine „Schlußfolgerung“, nämlich Robert W. Whites „Alfred Adler und die Zukunft der Ich-Psychologie“. Einige der Aufsätze sind aus früheren Veröffentlichungen bekannt.
Dem Leser der Essays drängen sich vor allem zwei Tatsachen auf. Einmal hat auch in Amerika 20 Jahre nach dem Tode Freuds und Adlers der Streit der Tiefenpsychologen untereinander sehr