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Die sachlich klare, gut gegliederte Darstellung zum Thema „Aggression” geht von den allgemeinsten biologischen Grundlagen aus, behandelt kurz das Problem des Kämpfens bei Tier und Mensch und widmet sich dann der Aggression, wie sie uns beim Einzelmenschen und den Menschengruppen begegnet. Es werden dabei mehr die physiologischen Grundlagen und möglichen Ursachen aggressiven Verhaltens betrachtet, als die Formen der Aggression selber. Das kleine Buch hat mehr das Ziel, einen kurzen informatorischen Überblick zu geben, als eine eigene Theorie vorzulegen. Als grundlegender theoretischer Gesichtspunkt des Autors muß aber hervorgehoben werden, daß er - im Gegensatz zu manchen anderen Behandlungen des Themas - davon ausgeht, nicht ein einzelner Faktor sei als Ursache der „Aggression” zu suchen, sondern es gäbe zahlreiche, die z. T. in komplizierter Weise zusammenwirken. Damit ist das Buch der Polemik entzogen und kann seiner Aufgabe, einen breiteren Leserkreis zu informieren, gut nachkommen. Unter den psychologischen Ursachen der Aggression wird vor allem das Erlernen von Kampfesweisen hervorgehoben. Sind solche Kenntnisse vorhanden, dann führt der Erfolg in zunehmendem Maße zur Motivierung aggressiven Verhaltens. Als Konsequenz ergibt sich, daß eine unkämpferische Lebensweise unerwünschtes aggressives Verhalten am besten hintanhält. Wenn es nötig sei, könne aus einem friedlichen Bürger in wenigen Monaten durch Training ein wirkungsvoller Soldat gemacht werden. - Im Zusammenhang mit der Physiologie der Aggression betont der Autor, daß es zwar innere Notwendigkeiten zur Aggression geben möge, daß aber diese emotionale Basis ihren Ursprung durch Reize von außen bekommen habe. - Im Thema „Vererbung und Aggression” werden die Geschlechtsunterschiede abgehandelt, dabei aber hervorgehoben, daß kulturelle Einflüsse diesen Unterschied auch hinsichtlich der „Aggression” wesentlich verdecken oder völlig verändern können. Ein anderer wichtiger Faktor sei der erhebliche Unterschied i