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Bachelard will sein Buch als einen speziellen Beitrag zu einer „Psychoanalyse der objektiven Erkenntnis” angesehen wissen. Sie müsse „auf alle wissenschaftlichen Überzeugungen, die sich nicht in einer spezifisch objektiven Erfahrungbilden, Jagd machen“ wobei die „objektive” der sinnlich wahrnehmenden Erfahrung gleichgesetzt wird. Genauer betrachtet betrifft die „Psychoanalyse” der objektiven Erkenntnis allerdings gar nicht diese selbst, vielmehr jene „Träumereien” und Affekte, welche sich im Laufe der Jahrhunderte um einen Gegenstand herum abgelagert und seine angemessene, d. h. wissenschaftliche Erkenntnis verhindert haben. Hier ist es das Feuer in seinen mannigfachen Erscheinungen, dessen imaginativen und projektiven Verhüllungen Bachelard nachgeht und ihre Herkunft aus den zumal unbewußten subjektiven Quellen aufzeigt. Das geschieht in geistvoller, einfallsreicher, manchmal etwas verspielter Weise. Man wird das - von Naumann übrigens in ein flüssiges Deutsch übersetzte - amüsante Buch am besten in jener Haltung lesen, zu der sein Autor uns überreden möchte: sich über sich selber lustig zu machen.
H. Kunz (Basel)