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Die seit dem Entwurf der „Synthese der Krankheitsbilder” in Jaspers' Psychopathologie vergangenen Jahrzehnte haben uns dem damaligen Ziel, psychiatrische Krankheitseinheiten als faktische Realitäten herauszuarbeiten und zu begründen, „nicht näher gebracht, sondern nur unsere Zweifel vertieft, ob im Bereiche der endogenen Psychosen solche Einheiten überhaupt zu finden sein werden“. Janzarik demonstriert diese Problematik zunächst vor allem an den sog. „endogenen Reaktionstypen“. Er folgert daraus, daß die Einsicht in die prinzipielle Fragwürdigkeit der „Nosologie der endogenen Psychosen in der herkömmlichen Form” zwar die Brauchbarkeit der gewohnten Krankheitseinheiten im klinischen Alltag nicht ausschließt, da sie nach wie vor die Grundlage der klinischen Unterscheidungen bilden, die ärztliches Feststellen und Handeln bestimmen und auch für die wissenschaftliche Verständdigung unentbehrlich bleiben. Jedoch sollte uns das nicht von der Forderung einer reinen Psychopathologie als „nosologisch indifferente Grundlagenforschung” abhalten, die eine Überprüfung der - von der Psychopathologie geschaffenen - nosologischen Voraussetzungen