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Die erste Auflage dieses Buches ist 1933 erschienen. Sie umfaßte 328 Seiten, weil sie eine umfangreiche Sammlung von kurzen Biographien enthielt, die seinen Hauptwert ausmachte. Davon bringt die vorliegende zweite Auflage leider nur noch einen sehr verkürzten Auszug als 2. Teil („Biographische Studien“). Ihm gehen nun als 1. Teil „theoretische Grundbetrachtungen” voraus. Bühler zählt die verschiedenen Aspekte auf, unter denen der Lebenslauf betrachtet werden kann. Von einem Ende her gesehen stellt er „das Schicksal eines Menschen dar, das sich zu einer bestimmten Zeit der Weltgeschichte, unter bestimmten geographischen und lokalen Verhältnissen, in bestimmten Kultur-, Rasse-, Volks-, nationalen und anderen großen Zusammenhängen sowie, last not least, im Rahmen der Natur und des Universums abspielt. Dann wieder ist der Lebenslauf die Lebensgeschichte einer Person, bestehend aus einer Abfolge von Ereignissen, Erlebnissen, Produktionen. Dann wieder stellt er die Entwicklung einer Persönlichkeit dar, bedingt durch eigene Gegebenheiten und bestimmte psychische und soziale Umwelteinflüsse. Ferner ist der Lebenslauf der sich in verschiedenen Schichten und Tiefenlagen abspielende Funktions-, Reifungs-, Lernund Motivationsprozeß eines psychophysischen Systems. Schließlich vom anderen Ende der Betrachtung her ist der Lebenslauf der Aufbau und Abbau eines Organismus.” Daraus greift die Verf. drei Problemkreise zur näheren Behandlung heraus: 1. versucht sie „Grundbegriffe und Grundtatsachen herauszuarbeiten, die in korrespondierender Weise in den verschiedenen Wissenschaftsgebieten angewendet werden können“, also eine „interdisziplinäre Orientierung” zu gewinnen, die allmählich ermöglichen würde, „in einer Wissenschaft vom Menschen das Gesamtgeschehen des menschlichen Lebens auf gewisse Grundnenner zu bringen“. Faktisch läuft das hier auf eine programmatische Berücksichtigung der modernen Biologie und Biophysik hinaus. Vor allem handelt es sich um Grundbegriffe für das „Zielstr