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Der Verf. behandelt im ersten Teil seines Buches die grundlegende Bedeutung des gesellschaftlichen Lebensraumes und der gesellschaftlichen Lebensbedingungen für die personale Existenz. Zunächst gibt er einen kritischen Überblick über die Wandlung des Person-Verständnisses in jüngster Vergangenheit und kommt hierbei zu dem Ergebnis, daß der Ursprung und die Entfaltung des Personalen nicht im „Verhältnis des Menschen zu sich selbst” — etwa im Sinne der Individuation C. G. Jungs — sondern im konkreten Zwiespracheverhältnis inmitten des biographischen und geschichtlichen Lebensraumes begründet liegt. Es ergibt sich also nicht nur dann ein Ausfall des Personalen, wenn der Mensch in sich selber versagt, sondern auch wenn sich ihm die geschichtlichen Beziehungs- und Begegnungsbereiche in grundlegender Weise versagen. In weiteren Abhandlungen — dieses Buch wurde aus Einzelaufsätzen zusammengestellt — erläutert der Autor unter verschiedensten Gesichtspunkten und vor allem aus christlicher Überzeugung („Weltverantwortung aus gläubiger Existenz“) seine Auffassung vom Menschen als „Person in der Gemeinschaft“.
Der zweite Teil seines Buches gilt dem Prozeß der Entpersönlichung des Lebens, wie er durch die moderne Gesellschaftsverfassung bedingt wird. Der Prozeß der produktiven Wechselwirkung zwischen dem Einzelnen und der geschichtlichen Mitwelt, in dem „die personale Existenz ihren Lebensraum und ihre Lebensbedingungen findet“, wird im heutigen Industriezeitalter zunehmend durch einen Zivilisierungsprozeß ersetzt, insofern eine gesellschaftliche Apparatur der Institutionen und Verhaltensnormen den Menschen in allen Schichten seiner Seele einseitig und zwingend „durchzivilisiert“, viele seiner Anlagen und Fähigkeiten nicht benötigt und brachliegen läßt und ihn auf eine „Teilexistenz” reduziert.
Die moderne Gesellschaft beansprucht den Menschen also nach genau definierten Funktionen, aber nicht als Person. Demgemäß wird das Leben des modernen Massenmenschen von der Anpassung