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Verfasserin widmet ihre Arbeit der Entwicklung, Wahrnehmung und Vorstellung der menschlichen Gestalt beim Kleinkind. Das vorwiegend formal und funktional gedeutete Zeichnungsmaterial stammt von etwa 130 3-7jährigen Krippenkindern, deren zeichnerische Aussagen gleichzeitig mit Lücken-Testen und Definitions-Versuchen überprüft und mit Beobachtungen früherer Untersucher, auch mit denen der Verfasserin an ihren eigenen Kindern, verglichen wurden.
Vom Ort der ersten Aktivität, dem Mundraum aus, entwickelt sich das vorwiegend unbewußte Körpergefühl. Die erste Wahrnehmung des eigenen Körpers erfolgt über die Hände und Füße zum Gesicht. Aus dem selbsterfahrenen Leibesgefühl und der ersten Orientierung am Körperbild des anderen (Identifikation) baut sich in der Synthese das Körperschema auf. Analog den Schlüsselreizen in der Tierverhaltensforschung (Lorenz) kommt der Augen-Mund-Stellung bei der Fremdbeobachtung für den Aufbau der Wahrnehmungs- und Gefühlswelt des Kindes eine dominierende Rolle zu, wie auch die Attrappenversuche von Kaila und Spitz bestätigen. Erst spät und unvollkommen wird sich das Kind seines Leibes bewußt. Bei der Nicht-Beachtung des Leibes handelt es sich nach Ansicht der Verfasserin lediglich um ein Übersehen infolge mangelnden Interesses, da der Leib für das Kind kein Greifding sei.
Nach der zunächst rein motorischen Betätigung im Kritzelstadium setzt sich aus dem Drang nach rhythmischer Wiederholung der Wille zur Darstellung durch. So entsteht in der wichtigsten Phase der Ich-Bildung (3. bis 4. Lebensjahr) aus den zwei polaren Grundformen des Kreises und der Geraden, entsprechend den Leitvorstellungen des Gesichtes und der Längendimension, auf zwei Wegen das erste Menschenbild, nämlich: Rundung — Sonne — Mensch und Gerade — Leiter — Mensch. Die Darstellung der Menschengestalt weist drei Hauptmerkmale auf: Umfang und Masse, Längenausdehnung und Rundung. Aus ihrer Kombination entwickelt sich das erste Kopffüßler-Schema. Alternanz-Erscheinungen variieren d