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An einem Material von ca. 1200 Berichten über “okkulte” Erlebnisse, die durch eine Umfrage des “Schweizerischen Beobachters” zusammenkamen, untersucht die Verf. die Frage nach der psychischen Motivation und Bedeutung von Geistererscheinungen, Wahrträumen, Vorzeichen, Ahnungen usw. In einer Vorrede erläutert C. G. Jung das Anliegen des Buches: es geht nicht um die Wahrheitsfrage im Sinne einer Kontrolle der Glaubwürdigkeit der ‚Wundergeschichten‘, sondern um das Problem des psychischen Warum und Wozu: “Wer erlebt einen Spuk? Unter was für psychischen Voraussetzungen erlebt er ihn? Was bedeutet der Spuk, wenn inhaltlich, d. h. als Symbol betrachtet?“
Die durch alle Zeiten und Länder hindurch feststellbare Gleichförmigkeit der “okkulten” Erlebnisse - eine Tatsache, die schon Schopenhauer vermerkte - zeigt, daß es sich um typische Formen des Erlebens und Denkens handelt. Sie gehören zur allgemeinen Menschheitserfahrung und hängen mit der archetypischen Grundstruktur der Seele zusammen. In einem Abschnitt “Der Mensch und das Erlebnis” werden die Grundeinstellungen der Berichterstatter zu den Phänomenen untersucht. Oft werden die “okkulten” Erfahrungen als eine Last empfunden, besonders wenn die Berichterstatter unter dem Eindruck eines regelmäßigen Vorauswissens von Todes- und Unglücksfällen stehen. Einzelerlebnisse werden hingegen oft als eine Sinnoffenbarung schicksalhafter Ereignisse angenommen. In dem Abschnitt “Die Geister” werden die verschisdenen Formen von ‚Geistererscheinungen‘ auf archetypische Anordnungen zurückgeführt: