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Das Büchlein enthält Aufzeichnungen aus dem Nachlaß des 1955 verstorbenen Erlanger Philosophen und Ostasienforschers. In methodisch klarem Aufbau wird der Weg zu einer mystischen Erlebnisweise dargestellt, die sich, wie Herrigel selbst betont, der ratio und damit der eigentlichen Beschreibung entzieht. Völlige Unterordnung unter den
Zen-Meister und äußerste Selbstdisziplin weisen auf das Vorwiegen der Überich-Struktur innerhalb dieser Erziehung hin. In der Betrachtung paradoxer Aussagen - der „Koans“ - gelangt der Schüler schließlich zum „Satori“, der erleuchteten Schau, die ihn “wie eine geistige Katastrophe überfällt” und in eine neue Dimension entrückt. Das vorangestellte Lichtbild des Verfassers läßt vielleicht nicht weniger als der Text das “ganz andere” dieser östlichen Mystik ahnen.
Die Zusammenstellung der Kapitel besorgte Hermann Tausend, einen Anhang bearbeitete Gusti Herrigel.
K. Hügel (Heidelberg)