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Die vorliegende Arbeit stützt sich in erster Linie auf Erfahrungen im Rahmen der sogenannten „bifokalen Gruppentherapie“ (2, 18-21). Es ist dies die seit 1947 an der Wiener Psychiatrisch-Neurologischen Klinik eingeführte psychotherapeutische Nachbehandlungsmethodik für Schizophrene, wobei in Gruppenform einerseits die Patienten und andererseits ihre Eltern in Behandlung stehen. Die Erfahrungen im Rahmen der reinen Psychosengruppen konnten in dieser Weise in den Gruppen mit sogenannten Normalpersonen auf ihren Allgemeingehalt überprüft werden. Sie haben sich im übrigen auch in der Beobachtung von Gruppen von Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines Therapieheimes bestätigt. Das Gesamterfahrungsgut umfaßt eine mehr als 12jährige therapeutische Arbeit mit Gruppen und ein Patientenmaterial von mehr als 250 Schizophrenen und ihren Angehörigen.
Die vorzulegende Problematik stellt sich daher am natürlichsten im Nachvollziehen und Begründen der erfolgten Wandlungen in der therapeutischen Methodik dar. In diesen vollzog sich im wesentlichen eine Schwerpunktsverlagerung von der vorwiegenden Beachtung der Gesprächsinhalte zur hervortretenden Beachtung der jeweils von den Patienten eingenommenen Gruppenposition. Da diese Aufmerksamkeitsverlagerung sich im Bemühen einer bestmöglichen Förderung der Ichentwicklung unserer schizophrenen Patienten vollzog, erscheint es sowohl von praktischer wie theoretischer Bedeutung, den Einfluß von Gesprächsinhalt einerseits und Gruppenposition andererseits auf die Ichgestaltung des an einer Gruppe teilnehmenden Gruppenmitglieds abzuwägen und zu untersuchen.
Für unsere Schizophrenietherapie wählten wir den Gruppenrahmen primär nicht aus einem mißverstandenen Ökonomiegedanken, sondern weil wir unseren psychotischen Patienten die größeren Ausweichmöglichkeiten des anonymen Erlebens und Mitdenkens in der Gruppe eröffnen wollten. Denn die Ichschwäche des Schizophrenen läßt die Bedeutung der Abwehrmechanismen ungleich lebenswichtiger erscheinen, als es