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Das Buch wendet sich an Laien, vorwiegend an Katholiken, und zu einem guten Teil an Theologen. Der Autor behandelt die Einstellung des Laien zur Psychotherapie, ferner die seelische Entwicklung und ihre Fehlentwicklungen vorwiegend unter dem Aspekt der Einstellung zu Wertnormen, zur Freiheit und zu einem Gottesbild. Auch eine Kritik des Buches „Antwort auf Hiob“ von C. G. Jung wurde mit aufgenommen.
Vieles, was der Autor beschreibt, klingt einleuchtend und auf den ersten Blick überzeugend. Jedoch hat Verf. es unterlassen, seine Begriffe in den verschiedenen Kapiteln aufeinander abzustimmen, so daß sich erhebliche Widersprüche ergeben. Außerdem ist vieles, was er beschreibt, leider nur hypothetische Behauptung. Der Verf. erklärt auch nicht, was er z. B. unter Geist oder geistigen Kräften oder dem Wesen des Menschen verstanden haben will. Er bezieht sich auf die allgemeine Umgangssprache, in der man darunter etwas „Höheres“ und das „Wertvollere am Menschen“ verstehen mag. Damit wird aber nicht klar, was in der Sicht der religiösen Erlebnisse sich wirklich ereignet.
Bedauerlich ist, daß dem Leser ein so verzerrtes Bild der verschiedenen psychotherapeutischen Schulen gegeben wird. Verf. behauptet, daß von Freud und seinen Anhängern (als ob es sich um eine Sekte handle) nur eine Triebpsychologie beschrieben wurde und die Neurose „wesentlich (als) das Produkt einer Verdrängung“ aufgefaßt wird.