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Das durch die Fülle des Tatsachen- und Anschauungsmaterials wertvolle Buch gibt eine Übersicht über die in unserer
Zeit bestehende Kriminalität. Es führt mehr in die Breite der Bestandsaufnahme als in die Tiefe und Systematik soziologisch-kriminologischer Besinnung. Im 1. Teil („Grundlagen“) und im 3. Teil („Soziologische Gruppen“) wird der sozìologische Aspekt sehr viel deutlicher als im Hauptteil (“Das Verbrechen unserer Zeit“), das eigentlich nur als Kriminologie, aufgebaut scheint und mehr ins vergleichend Völkerkundliche als in den Kern des Problems Gesellschaft und Verbrechen führt. Dafür, daß man manches vermißt, wie z. B. auch die Beschreibung verbrecherischer Gruppen und ihre Beziehung zur Gesellschaft, bietet der Reichtum an Beispielen®, bei denen buchstäblich nichts zu fehlen scheint, sei es „Nitritvergehen“, „Das Individuum am Steuer“, „Hellseher“ oder „Betrügerische Reisevermittlung“, einen gewissen Ersatz.
S. W. Engel (Heidelberg)