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Es besteht heute kein Zweifel mehr darüber, daß wir die in der Psychologie wie auch in der Psychoanalyse gewonnenen Beobachtungen nicht mehr nur qualitativ bewerten dürfen, sondern auch einer statistischen Bearbeitung unterziehen müssen. Aber wir scheuen uns, das stets einmalige seelische Geschehen in ein seine „Berechnung“ ermöglichendes Koordinatennetz einzutragen. Aber ist diese Abneigung, zwar nicht ohne berechtigtes Fundament — denn das Seelische vereinigt in sich Gegenständliches und nicht quantifizierbares Ungegenständliches —, zum Teil nicht durch unsere mangelhafte Vertrautheit mit den einschlägigen mathematischen Methoden bedingt? Soweit letzteres der Fall ist, sind Schriften, wie die vorliegende, sehr zu begrüßen, denn sie verstehen es, ohne große Voraussetzungen mit „leichter Hand“ das für eine Anwendung mathematischer Methoden notwendige Rüstzeug zu vermitteln.
W. Loch (Frankfurt)