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Das Buch gibt eine solide, aus dem pulsierenden Arbeits-Alltag sprechende Darstellung der sozialen Situation und des Aufgabenkreises des klinischen Kinderpsychologen in Amerika und der Probleme, mit denen er sich auseinanderzusetzen
hat. Es eignet sich vorzüglich als Orientierung über den Stand der Child Guidance in Amerika aus der Perspektive des zum Standard-Team gehörigen Psychologen, insbesondere als Einführung für den in Ausbildung stehenden Kinderpsychotherapeuten. In einem ersten Teil stellt der Verf. die Ausbildungs- und Standesfragen zur Diskussion und schildert den Aufbau einer Child Guidance Clinic. Sodann erörtert er Tätigkeits- und Problembereiche des darin mitarbeitenden Psychologen. Ein zweiter Teil bietet eine abgewogene kritische Sichtung der in Amerika verfügbaren Kindertests mit einem Kapitel über die Erfassung des hirngeschädigten Kindes. Die sorgfältigen Literaturangaben beschränken sich wie die Tests auf den angelsächsischen Sprachbereich, was eine gewisse Einengung bedingt. Vielfältige, dem Kinderpsychotherapeuten wichtige Probleme werden im Vorbeigehen gestreift; viele wertvolle Einzelbemerkungen und praktische Anweisungen sind eingestreut, die hier nicht erörtert werden können. Sie dienen dem Anfänger als brauchbare Anhaltspunkte und regen den Erfahreneren zu kritischem Nachdenken an (wirken einmal auch fast belustigend, so, wenn die Verwendung von Sand in der Kindertherapie als „Luxus“ bezeichnet wird).
Im Unterschied zum klinischen Psychologen ist der klinische Kinderpsychologe heute noch ein „Heimatloser“, der sich seinen sozialen status erst schaffen muß. Sein Arbeitsfeld hat sich, aus der Child Guidance heraus, erst allmählich spezifiziert; die Zeit für eine entsprechende spezifische Berufs-Qualifikation ist heute reif. Entwürfe wie derjenige des Verf. für ein Ausbildungs- und Ausleseprogramm auf Universitätsniveau sollten auch von uns zur Kenntnis genommen und überprüft werden. Ein Mangel, der nachdenklich stimmt, ist der Verzicht auf