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Verfasserin stützt sich in ihrer Arbeit auf die psychologische Untersuchung (Anamnese und projektive Tests) von 125 körperlich und seelisch gesunden Kindern (85 Jungen und 40 Mädchen) im Alter von 8-12 Jahren. Die wichtigsten charakterologischen Ergebnisse der Arbeit entsprachen zu 50 Prozent den Befunden einer psychoanalytisch orientierten Arbeit gleichen Themas von Helen Koch: Der typische ältere Bruder ist ernst, still, verschlossen, ängstlich und bei einem strengen Über-Ich vorzugsweise auf die Erwachsenen eingestellt. Der typische jüngere Bruder ist dagegen freundlich, offen, aktiver und aggressiver im Verhalten. Verfasserin erwähnt wohl das Mitwirken einer Veranlagung, ohne jedoch diese Hypothese mit Daten belegen zu können. Sie sieht die Entwicklung zum typischen älteren und jüngeren Bruder in der Überforderung und nachfolgenden Resignation des Ältesten, verstärkt durch die natürliche Eifersucht bei der Geburt des Nachfolgers, dem sich die vom Ältesten enttäuschte Mutter in vermehrtem Maße zuwendet. Bei einer jüngeren Schwester treten weniger Schwierigkeiten auf, weil sich der Bruder von dieser, weniger bedroht fühlt. Erst später kommt es zum Rivalitätskampf, bei dem die Mehrzahl der Knaben vor der von der Mutter