You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der 48. Jahresbericht des Bremer Institutes für Jugendkunde ist mit Vorrang den Problemen des Jugendlichen gewidmet, wobei traditionsgemäß der soziale Aspekt die Leitlinie der meisten Ausführungen bildet.
Berta und Theo Valentiner, Leiter des Institutes, berichten über Fälle aus der praktischen Erziehungsberatung. Wenn dabei die Problematik des vaterlosen Jugendlichen im Mittelpunkt steht, so ist hier ein Thema aufgegriffen, das — 15 Jahre nach dem Kriege — in fast allen Erziehungsberatungen zu einem drängenden Anliegen geworden ist.
In einer ausführlichen Auswertung von Fragebogenuntersuchungen an 63 Lehrlingen betrachtet Dombrowsky die Einstellung des Jugendlichen zu seinem Beruf. Von den weiteren Mitarbeitern wird auf anderen Gebieten, bisweilen unter leichter Strapazierung der Begriffe von Freiheit und Bindung, zum Hauptthema Stellung genommen. Eine Arbeit von Hoffmann über die Erziehung der spastischen (Little-)Kinder weist auf wichtige psychohygienische Aufgaben in einem vielerorts vernachlässigten Gebiet hin.
Gerd Biermann (München)