You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In einer Zeit, in der immer neue Erziehungsberatungsstellen von fachlich mehr oder weniger Berufenen eingerichtet werden, muß man den Herausgebern (H. Meng, Erich Stern u. a.) Dank wissen, daß sie aus Aichhorns Nachlaß wesentliche Vorträge und Aufsätze zur Frage der Erziehungsberatung und Erziehungshilfe veröffentlicht haben. Es gilt dieses besonders für Aichhorns spezielles Lebenswerk, nämlich die Behandlung jugendlicher Verwahrloster, die heute noch als Sorgenkind einer jeden Erziehungsberatung kaum an Interesse eingebüßt hat.
In klassischer analytischer Diktion Freud-scher Prägung weist Aichhorn immer wieder auf die Grundelemente jeder Erziehungshilfe hin, nämlich die verständnisvoll einfühlende, geduldig abwartende Haltung des Beraters, in ständiger Wachheit für alle, auch eigenen assoziativen Geschehnisse im Übertragungsvorgang der Beratungssituation. Eingehende Falldarstellungen legen allen an psychoanalytischer Pädagogik Interessierten in einfacher Sprache klar, wie nur mit einer