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Rösenberg läßt aus einer einheitlichen Intuition die theologisch, psychologisch und biologisch angelegte Ordnung der Menschenwelt erkennen, so wie sie sein sollte, wie sie von Ursprung her war, wie sie (durch den „Aufstand der Moderne“ und den „Aufstand des Weiblichen“) heute zerfallen ist und wie sie sich in etwa (in der „Erhebung des Weiblichen“) neu aufbauen könnte.
Dem Leser, der von dem geschlossenen Weltbild des Verfassers und von seiner oft recht treffenden Analyse der gegenwärtigen Kultur beeindruckt wird, taucht dennoch die Frage auf, ob es erlaubt ist, von der schmalen Basis der männlich-weiblichen Gegensatzspannung aus und ihrer Veränderung während der letzten Jahrhunderte praktisch die gesamte heutige soziologische und kulturelle Situation zu interpretieren. Es kann dann nämlich nicht ausbleiben, daß die vom Verfasser im Vorwort ausdrücklich abgelehnte Gleichsetzüng des männlichen bzw. des weiblichen Prinzips mit „dem Mann“ und „der Frau“ in concreto unterläuft, wodurch gelegentlich apodiktisch wirkende, aber doch recht anfechtbare Urteile über „den Mann“, „die Frau“ formuliert werden.
Im III. Teil (Die Erhebung) tritt die ganz auf innere Wandlung und Entfaltung gerichtete Intention des Verfassers mit sehr nachdenkenswerten Gesichtspunkten in Erscheinung. Wie der Psychotherapeut aus vielfältigen Erfahrungen weiß, gibt es heute für zahlreiche Frauen kein tragendes Bild „des Weiblichen“ mehr, und was die vielberufene „Annahme des Weiblichen“ eigentlich bedeutet, bleibt nicht selten im Dunkel. Rosenberg weist da, vor allem aus seinem (sehr weltoffenen) theologischen Gesichtskreis auf Gestalten hin wie die hl. Therese von Lisieux und auf von Frauen begründete neue Ordensbewegungen, wie die protestantische Darmstädter „Marienschwesterschaft“ und die von einer Triester Frau namens Chiara inaugurierte Bewegung der „Focolari“. Therese von Lisieux zeigt in ihrer „unüberbietbar einfachen Botschaft vom Kleinen Weg“ die Möglichkeit des Menschen (nicht nur der Frau), i