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Das Bedürfnis, etwas über das Seelenleben der Menschen zu erfahren, ist elementar und nicht an die Forderung der heutigen Zeit nach Sicherheit gebunden. Es führt nicht nur zu wissenschaftlichen Forschungen, sondern auch zu den verschiedensten Ansätzen, die auf der persönlichen Erfahrung einzelner gründen; diese werden dann von Scharlatanen und Einfältigen unbeküm-mert nachgeahmt.
Eine solche Kunst ist die Cheirologie. Die Verf. dieses Buches hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die von ihren Erfahrungen zeugen. Dieses neue Buch ergänzt ihr in Zusammenarbeit mit K. Dürkheim erschienenes Buch über die Außenhand (Der Mensch im Spiegel der Hand; im gleichen Verlag.) Sie vergleicht in diesem Buch ihre persönlichen Erfahrungen mit den von alters her überlieferten Entsprechungen von Zeichen in der Hand mit seelischen Fahten. Leider fehlt es an einer systematischen Psychologie, so daß man sich in die Denkweise zuerst einiesen muß.
Besonderes Interesse gewinnt die Beobachtung, daß sich die Zeichnungen in der Hand im Laufe einer seelischen Entwicklung ebenfalls verändern.
Eine Überprüfung der Handlesekunst durch eine systematische Forschung ist bisher nicht erfolgt. Menschen mit vorwiegend logisch-begrifflichem Denken fehlt es am rechten Zugang zur magischbildhaften Welt.
D. Eicke (London)