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Die jetzt vorgelegte Zusammenstellung der Vorträge auf der zehnten Arbeitstagung der Kriminalbiologischen Gesellschaft befaßt sich mit der „Kriminologie der Verkehrsdelikte“ — ein Tatbestand übrigens, den man erst in der Einführung erfährt. Es wäre geschickter und wirkungsvoller, das Thema bereits im Titel erscheinen zu lassen, wie das bei Kongreßberichten anderer Gesellschaften auch üblich ist.
Im übrigen löst diese schriftliche Wiedergabe von Vorträgen die gleiche Am-bivalenz der Gefühle aus, die man auch sonst häufig bei derartiger Lektüre empfindet. Der Vorteil liegt in den verschiedenartigen Aspekten und Positionen zum gleichen Thema, der Nachteil darin, daß die Beiträge zwangsläufig von unterschiedlicher Qualität sein müssen. So findet man neben den Referaten solcher Sachkenner wie Schwarz, Lewerenz und Lehmann auch Beiträge, die nur eine lose Beziehung zur Verkehrskriminologie bzw. zur Verkehrsmedizin und Verkehrspsychologie erkennen lassen.
Die hier besonders interessierende Darstellung von Hiltmann über „Neurose und Verkehrsunfall“ bringt zwar im wesentlichen richtige Ausführungen, streift jedoch das anspruchsvolle Thema nur ganz am Rande. Dies hängt u. a. damit zusammen, daß es sich offenbar um einen Kurzvortrag gehandelt hat.
E. F. Sievers (Hannover)