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Schon der oberflächliche Vergleich zwischen Traum und Psychose zeigt, daß beiden Vorgängen viel Gemeinsames anhaftet. Die Ereignisse im Traum sind halluziniert; primitive Ich-Mechanismen und der Primärvorgang herrschen vor. Auch der Trauminhalt ist oft den psychotischen Inhalten gleich.
Der Eindruck einer Verwandtschaft zwischen Traum und Psychose wird dadurch verstärkt, daß eine Psychose mitunter mit einem Traum beginnt und der psychotische Patient nicht selten keinen Unterschied zwischen seinen Träumen und seinen psychotischen Symptomen macht.
Wie man weiß, versuchte Freud die psychotischen Symptome dadurch zu verstehen, daß er sie mit normalen, einsehbaren Verhaltensweisen, sogenannten „Normalvorbildern“ (2) verglich. So schloß er von dem Zustand des Verliebtseins mit der deutlichen Überschätzung des Liebesobjekts auf die Überschätzung des Ichs beim Größenwahn. In einer Reihe von Veröffentlichungen verglich Freud den Traum, die Trauer und die Eifersucht mit psychotischen Erscheinungen. Den Traum betrachtete er als kurzdauerndes Normalvorbild der pathologischen Psychose.
Kann diese Auffassung angesichts der inzwischen erfolgten metapsychologischen Entwicklung noch aufrechterhalten werden? Ich bin der Meinung, daß die Konflikte, die den sogenannten „normalen“ Vergleichsbeispielen zugrunde liegen, nicht denen entsprechen, die zu psychotischen Symptomen führen. Trotz starker äußerlicher Ähnlichkeit haben die „Normalvorbilder“ eine völlig andere Struktur als die echten psychotischen Symptome. Zunächst muß man das normale Beispiel einer sorgfältigen Untersuchung unterziehen, um sich darüber klarzuwerden, ob und in welcher Hinsicht es zum Vergleich herangezogen werden kann.
Wenden wir uns zunächst dem Traum zu.
Um zu schlafen, versucht das Ich, auf allen seelischen Gebieten die Besetzung zurückzuziehen (2). Die Tendenz zu schlafen führt zur Rückkehr zu der ursprünglichen Situation, die wir heute den „undifferenzierten Zustand“ nennen (Hartmann u. a.). (Freud sprach von dem „