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In früheren Veröffentlichungen beschäftigte ich mich mit den wechselseitigen Beziehungen, die zwischen Strukturbildung, Ichregression und den ontogenetischen Schicksalen der Angst bestehen (52, 53) und unterzog das Problem der Angst dabei einer phylogenetischen Betrachtung (54). Das machte es erforderlich, ethologische Begriffe heranzuziehen, und führte zur Diskussion der zwischen ethologischen und psychoanalytischen Formulierungen bestehenden Analogien und Verschiedenheiten. Ich kam zu dem Schluß, daß eine solche Betrachtungsweise unserem allgemeinen Verständnis der Affekt- und Strukturbildung dienlich sei.
Ausgangspunkt für meine jetzige Veröffentlichung war eine kritische Betrachtung des Begriffes „Wiederholungszwang“, wodurch wiederum eine weitere Erörterung bestimmter phylogenetischer und ontogenetischer Aspekte der Affekt- und Strukturbildung notwendig wurde. Das erklärt auch den komplizierten Titel und die Dichotomie, die im folgenden vorherrschen wird. Ich bin mir im klaren darüber, daß ein derartiger Versuch nur eine Skizze sein kann, die zu weiterer Forschung anregen soll.
Zunächst möchte ich kurz andeuten, wie ich seinerzeit das Problem des Wiederholungszwanges anging. Ich erörterte die Angst, indem ich sie zu einem Kontinuum in Beziehung brachte, das zwischen Erregungsauslösern und den dazugehörigen Reaktionen besteht, und verknüpfte biologische und psychologische Angstbegriffe mittels der Einführung des genetischen Prinzips. Das führte dazu, anzuerkennen, daß der „phylogenetische Ursprung (der Angst) in einer biologischen Reaktion“ liegt, die bei Tieren und menschlichen Säuglingen hereditären Charakter hat (52, Seite 67).
Ich verfolgte die ontogenetische Entwicklung von der primären Angst bis zur „Signalangst“ der antizipierten Gefahr, die die Erlebnisqualität des Gedankens besitzt und also völlig entsomatisiert ist (17, 6, 48). Ich hob die Fähigkeit des Ichs hervor, Gefahr zu signalisieren und abzuwägen, was Vorherrscha