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Alexander Pope hat uns zwar gelehrt, daß das wahre Studium des Menschen der Mensch sei, aber er hat uns keinen Hinweis gegeben, wo wir mit diesem Studium ansetzen können, wo der Prozeß der Menschwerdung beginnt. Der vorliegende Beitrag soll versuchen, einen solchen Hinweis zu geben. Der Mensch beginnt ja immer mit Wahrnehmungserlebnissen, die fast ausschließlich, zumindest in den Anfangsstadien des nachgeburtlichen Lebens, vom Sinnesapparat vermittelt werden.
Auf Grund einer Vielfalt von Beobachtungen über die Eigenschaften und Aufgaben der Zunge zu allen Lebenszeiten, wovon hier nur ein Ausschnitt gegeben werden kann, und auf Grund der bekannten anatomischen und physiologischen Daten möchten wir die folgende These aufstellen: Das Organ, das auf der untersten Stufe einer Skala der unterscheidenden Erfahrungen wirksam ist, ist die Zunge, von der Zungenspitze bis zu den hinteren Geschmacksknospen. Die Folgerung, daß die Zunge für die Organisation des Körperschemas von grundlegender Bedeutung ist und daß sie als erstes Medium der Objektbesetzung dient, wurde bereits in einer früheren Mitteilung (1) gezogen. Dort wurde die Zunge unter anderem klinischen Material erwähnt, um meine Auffassung bezüglich “Pathologischer Funktionsweisen auf der Vorstufe des Körper-Ichs” zu erläutern. Das in der genannten Mitteilung erwähnte Material stammte von drei Patienten, in deren Anamnese sich frühe Störungen der Ich-Synthese und der Ichfunktionen ergaben. Es wurde die Behauptung aufgestellt, daß das Pathologische ihrer Denkprozesse und affektiven Reaktionen nicht in der regressiven, archaischen Funktionsweise bestand, sondern darin, daß der Urzustand noch unmodifiziert weiterwirkte. Einige metapsychologische Schlüsse, die gezogen wurden, beruhten auf der im Laufe der Analyse eines der kindlichen Patienten gemachten Entdeckung eines bisher klinisch unbekannten, suchtartigen auto-erotischen Verhaltens, das von dem Kind als “Zunge-Verschlucken” bezeichnet wurde. Diese Praktik wurde jedoch