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Bereits seit langem hat sich die Hypnose als ein überaus fruchtbares Forschungsgebiet erwiesen. Dies gilt nicht nur hinsichtlich ihrer praktischen Anwendungen, sondern auch was ihre Stellung als Ausgangspunkt therapeutischer und anderer wissenschaftlicher Methoden betrifft, wie u. a. der Psychoanalyse und des autogenen Trainings von I. H. Schultz. Nun wurden uns neuerdings drei Bücher amerikanischer Autoren zur Rezension übergeben, die das Ergebnis interessanter und origineller Forschungen auf dem Gebiet der Hypnose darstellen1,2,3. Es kann als ein Kernproblem der Psychologie und der Psychiatrie betrachtet werden, inwieweit einerseits die persönliche Vergangenheit die Gegenwart und Zukunft des Individuums bestimmt, und inwieweit andererseits vom Standpunkt der Gegenwart aus die Vergangenheit umgestaltet wird. Dieses Problem ist sowohl für das “freie” als für das “gebundene” Gedächtnis von Bedeutung, gleichviel ob dies mit oder ohne “personalem Vergangenheitsbezug” auftritt.
Im Gegensatz zu dieser auf W. Stern4 zurückgehenden Terminologie verwenden Reiff und Scheerer manchmal eine etwas mechanistischere Ausdrucksweise. Darum ziehen wir in unserer Betrachtung die Begriffsbestimmungen Sterns der Ausdrucksweise dieser Autoren vor. Stern spricht nämlich von einem “gebundenen Gedächtnis”, wenn frühere Erfahrungen die Gegenwart beeinflussen, ohne daß es in der Form von Kenntnissen oder Erinnerungen zu bewußten Vorstellungen kommt, wie es beim “freien Gedächtnis” wohl der Fall ist. Weiterhin müssen wir beim freien, also bewußten Gedächtnis zwischen Kenntnis und Erinnerung unterscheiden, wobei wir unter letzterer das freie Gedächtnis verstehen, das auf eine Stelle der personalen Vergangenheit bezogen ist. W. Stern gelangte bereits zur Einsicht, daß die jeweilige personale Situation, Disposition und Lebensphase alle Gedächtnisleistungen, auch die Auslese, Strukturierung und inhaltliche Modellierung der Erinnerungen bestimmen. Von diesem Gesichtspunkt aus wird auch die weitgehe