You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Zu Beginn gibt H. Meng einen allgemeinen Überblick über die Lehren der Psychoanalyse. In einem Kapitel über Sigmund Freud wird seine Libidotheorie herausgearbeitet und die Überzeugung Freuds, daß diesen Befunden somatische Vorgänge entsprechen müßten. Da es eine der wesentlichsten Anschauungen
Freuds war, daß eine Hauptwurzel der Neurose das unbewältigte sexuelle Triebstreben ist, ist es naheliegend, heute besonders auf die Sexualhormone Bezug zu nehmen. Das geschieht an vielen Stellen des 1. Teils dieses Buches, in dem in den folgenden Kapiteln 1-6 die ganze psychotherapeutische Theorie – das Unbewußte, die Ichpsychologie, die Trieblehre, die Konfliktpsychologie – abgehandelt werden. In dem Kapitel “Über Neurosenfragen, Psychosenpsychologie und Endokrinium” berichtet Meng über seinen Begriff der Organpsychose und grenzt ihn gegenüber der Neurose und der Psychose ab. Die beiden Krankheitsfälle von Magersucht, die Meng 1934, zusammen mit Rohde, publizierte, werden noch einmal wiedergegeben. Im 7. Kapitel bringt P. Parin den Bericht über die Psychotherapie eines Mannes, der wegen unzüchtiger Handlungen bei Kindern verurteilt worden war. Die Einzelheiten des analytischen Vorgehens und der gute therapeutische Erfolg werden geschildert. In dem 9. Kapitel bringt Meng wieder tiefenpsychologische Ausführungen über das Klimakterium virile und über Eheschwierigkeiten, und schließlich im 10. Kapitel eine Würdigung der Experimente von Steinach. Im 2. Teil schreibt auf 11 Seiten Selye einen kurzen Abriß über die Lehre vom Stress und von den Adaptationskrankheiten. Dann folgt im 3. Teil, von Joël und Sulman verfaßt, die “Einführung in die allgemeine Endokrinologie” mit dem Untertitel “Physiologie, Pathologie, Therapie und Psychosomatik”. Hier werden, wie üblich nach Organen geordnet, die einzelnen Drüsen und die mit ihnen zusammenhängenden innersekretorischen Krankheitsbilder nach einer geschichtlichen, anatomischen und physiologischen Einleitung kurz abgehandelt. Am Ende eines