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11 Jahre, nachdem H. Meng mit seinem Buch “Seelischer Gesundheitsschutz, eine Einführung in die Diagnostikforschung und Nutzanwendung der Psychohygiene” die Buchreihe “Psychohygiene – Wissenschaft und Praxis” begann, liegt nun eine stark erweiterte Neufassung dieses grundlegenden Werkes der Psychohygiene vor.
“Die Psychohygiene umfaßt alle Bestrebungen, die seelische und geistige Gesundheit
von Einzelmenschen und Gruppen verschiedenster Art zu erhalten und wieder herzustellen. Ausgeübt wird sie von Eltern, Lehrern, Ärzten, Psychologen, Beamten, öffentlichen und privaten Sozialinstituten.” (Hans Strotzka).
“Die Lehre vom seelischen Gesundheitsschutz als Schicksals-, Volks- und Menschheitshygiene strebt danach, die Menschen zu feien gegen Selbstzerstörung, wie sie sich in Süchten und seelischen Seuchen, in Selbstmord und Krieg äußert. Sie will nicht nur wissenschaftliche Auskünfte geben und Vorschläge machen, sie hat auch vieles zu fordern und zu fördern, manches zu verbieten und zu verhindern, um bessere Bedingungen der seelischen Gesundheit zu schaffen, als die frühere Generation vorfand” (H. Meng).
Die Vielfalt der hier angesprochenen Problemkreise und Wissenschaftsbereiche spiegelt sich auch in dem vorliegenden Sammelband wieder, in dem 22 bekannte Wissenschaftler in Vorlesungsform ihren Beitrag leisten. Die 40 Vorlesungen sind in drei große Abschnitte gegliedert:
1 Psychologische Grundlagen und allgemeine Aspekte der Psychohygiene. 2. Individuelle Psychohygiene. 3. Soziale und kulturelle Psychohygiene.
Während in dem ersten Abschnitt die Ziele und Aufgaben der seelischen Hygiene abgegrenzt werden, beschäftigt sich der zweite Abschnitt des Buches mit den verschiedenen Lebensphasen des einzelnen Menschen. Dabei finden auch besonders wichtige tiefenpsychologische Aspekte Beachtung. Das Kapitel über das Alter von E. Stern gilt dem Selbsterleben und der sozialen Rolle des alten Menschen, ein Problem, das in der Psychologie des Einzelmenschen erst allmählich seinen gebühr