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Im Rahmen eines größeren Forschungsprogrammes über genetische Charakterologie (Meili-Bern) untersuchte Verf. 26 Kleinkinder in unterschiedlichem häuslichem Milieu. Die Kinder wurden verschiedenen emotionalen Drucksituationen ausgesetzt und dabei beobachtet. Es wurde ihnen ein Gegenstand gezeigt, sie wurden durch eine Sprungschachtel beunruhigt, und es wurde ihnen ein Gegenstand vorenthalten bzw. entzogen. Die Untersuchungen wurden in fünf Altersstufen des 2. bis 4. Lebensvierteljahres unter möglichst gleichen Bedingungen (Kind im Bett bzw. auf dem Schoß der Mutter oder in einem Untersuchungsstühlchen) vorgenommen, mit der Filmkamera festgehalten und später — unabhängig vom Beobachter — ausgewertet. Dabei erwies sich die Filmkamera selbst bald als wichtigster Versuchsgegenstand für das Kind, auf welchen es mit verschiedenen Graden der Irritierung reagierte.
Verf. stellte drei Hauptsyndrome der Störung fest: Ängstlichkeit des Ausdrucks, Lähmung (Blockierung) und motorische Zerfahrenheit (Nervosität). In einer der vorliegenden Arbeit verwandten Untersuchung von Leitch und Escalona wird auf Freud hingewiesen, nach welchem nicht befriedigte instinktive Strebungen Spannungen und Unlusterlebnisse auslösen. Nach Lewin führt eine Erhöhung des Spannungszustandes zur Primitivisierung und Ent-Differenzierung des seelischen Geschehens. Es ist bei diesen Versuchen zu beachten, daß die gesamtdynamische Veränderung des Grundes (Atmosphäre) die Wirksamkeit der einzelnen Reize bestimmt (Lewin). Allerdings kommt die