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Im Vorwort weist M.-L. von Franz darauf hin, daß C. G. Jung den reichen und tiefen Beziehungen zwischen der Graalssage und der Alchemie in seinen Untersuchungen der alchemistischen Psychologie darum nicht näher nachgegangen sei, weil seine Frau seit 30 Jahren an diesem Thema gearbeitet habe. Die durch den Tod von unterbrochene Arbeit sei nunmehr von M.-L. von Franz “bis zu dem ihr heute erreichbaren Ende” weitergeführt und abgeschlossen worden. Bei der “ungeheuren Motivfülle der Graalssage” bleibe die Ausführlichkeit der Deutung als großes Problem offen. Um ein allzu weites Ausholen zu vermeiden, wurde C. G. Jungs “Aion” als bekannt vorausgesetzt und dazu der Hoffnung Ausdruck gegeben, “daß das ‘Aufgehen’ in einem sinnvollen Kontext den Leser auch da überzeugen könnte, wo manchmal die Beweise nur kurz angedeutet werden konnten” (Seite 10).
Die Verff. sehen in der Graalssage einen “noch immer lebendigen Mythos”. Das Thema der “Suche nach einer schwer erreichbaren Kostbarkeit” und die “Erlösung von einem Zauberbann” verbinden hier Märchen mit christlicher Legende; die zu suchende Kostbarkeit wurde aufgefaßt als das Gefäß, in welchem Joseph von Arimathia bei der Kreuzabnahme das Blut Christi gesammelt hatte. An Hand umfangreicher geschichtlicher Exegesen und tiefenpsychologischer Bearbeitungen im Sinne der Psychologie C. G. Jungs wird amplifiziert, daß die Graalssage “einerseits archetypische Züge” enthalte, andererseits aber auch “als Produkt einer bestimmten Zeit und Geisteshaltung Einblicke in die spezifische Mentalität des Mittelalters eröffne; sie rühre damit an Probleme des christlichen Äons, welche auch für unsere heutige Zeit noch psychologisch wichtig seien (Seite 38). Als Probleme werden beispielsweise angesprochen: die Ritterwerdung als anthropologisches Ideal; die Bewußtwerdung des Menschen als eines christlichen; die Ablösung von Vater und Mutter; der “Minnedienst”; objektive Frau und subjektive Anima; Erfahrung des Unbewußten; abenteuerlichirrtümliche Suc